Infos über Alex Lépic:

Alex Lépic, Jahrgang 1980 und in Paris geboren, in Deutschland aufgewachsen und schließlich wieder nach Paris zurückgekehrt, um dort in den Cafés Romane zu schreiben – so klingt die märchenhafte, allerdings erdachte Biografie eines Autors, um den sich lange Rätsel rankten. Jedenfalls so lange, bis findige Journalisten herausfanden, dass es sich hier eigentlich um den deutschen Schriftsteller Alexander Oetker handelt. Dieser hat sich für diese Identität zwei Jahre älter gemacht – er ist nämlich eigentlich 1982 geboren und noch dazu, recht profan, in Berlin. Alexander Oetker hat eine veritable Karriere als Journalist und Auslandskorrespondent vorzuweisen, letzteres vorrangig in Frankreich, woher sich auch seine Vorliebe für Frankreich-Krimis speist. Ein weiteres Pseudonym ist Yanis Kostas.

Wann erschien das erste Buch von Alex Lépic?

Sein erster Roman hieß „Retour“, wurde 2017 unter seinem richtigen Namen Alexander Oetker veröffentlicht und ist der 1. Band der Luc Verlain-Reihe. Als Alex Lépic veröffentlichte der Autor mit „Lacroix und die Toten vom Pont Neuf“ seinen ersten Krimi 2019. Dies war der Start der Frankreich-Krimis mit Kommissar Lacroix.

Wie heißt das neueste Buch von Alex Lépic:

Das neueste Buch des Schriftstellers hat den Titel „Lacroix und das Sommerhaus in Giverny“, ist der 4. Band der Lacroix-Reihe und erschien 2021.

Worum geht es in den Büchern von dem Autor?

Bücher von Alex LépicBisweilen muten die Romane des Alex Lépic wie Regionalkrimis an – so malerisch (und eindrücklich) beschreibt er Paris, seine Arrondissements, die Atmosphäre kleiner Cafés und Seitenstraßen. Seine Geschichten lassen bisweilen vergessen, dass die französische Hauptstadt eigentlich eine typische laute und hektische Großstadt ist. Bei diesem Schriftsteller wird Paris geradezu gemütlich, mit einem Flair wie in einem gemütlichen, alten Film. Ein wenig altmodisch, so wie der in seinen Geschichten agierende Kommissar Lacroix. Der erinnert in seiner ganzen Art an große Vorbilder, etwa aus der Feder Simenons, und auch stilistisch nähert sich hier ein Autor dem anderen.

Die Beschaulichkeit dieser Krimis ist vor allem eins: entspannend, und das ist in der heutigen Zeit schon viel wert. Alex Lépic liest sich flüssig und leicht, und bei aller Sympathie mit dem Protagonisten (sowie auch vielen Nebenfiguren) fehlt es den eigentlichen Kriminalfällen durchaus nicht an Spannung. Nebenbei wird viel Wissenswertes über französische Eigenarten eingestreut, und die LeserInnen erleben unsere Nachbarn einmal von einer anderen Seite. Kurzum: Ein Autor, den sich sowohl Liebhaber Frankreichs mit all seinen Genüssen, als auch LeserInnen merken sollten, die nach Ablenkung in hektischen Zeiten suchen.

Lacroix-Reihe in chronologischer Reihenfolge:

1. Lacroix und die Toten vom Pont Neuf (2019)
2. Lacroix und der Bäcker von Saint-Germain (2020)
3. Lacroix und die stille Nacht von Montmartre (2020)
4. Lacroix und das Sommerhaus in Giverny (2021)