Infos über John le Carré:

Am 19. Oktober 1931 wurde John le Carré in Großbritannien dort geboren. Damals erhielt er den Namen David John Moore Cornwall. Seine Kindheit war alles andere als einfach. Er kam frühzeitig mit Verlust und Kriminalität in Berührung. Von der Mutter verlassen, war es nicht leicht, den eigenen Weg zu finden. Auch in seinem Vater fand er keine Unterstützung. Dank größter Willenskraft gelang es ihm, Germanistik und neue Sprachen an der Universität in Bern zu studieren. Später ging er zum Nachrichtendienst der britischen Armee, war dann in Österreich stationiert. Als er 1952 nach Großbritannien zurückging, wandte er sich dem MI5 zu und studierte am Lincoln College der University of Oxford. Mit einem ausgezeichneten Abschluss in der Tasche wurde er Agent des MI5. Ein paar Jahre später ging er zum MI6 und wurde Auslandsagent. Erst später wandte er sich dem Schreiben zu. Am 12. Dezember 2020 verstarb der bekannte Autor in Cornwall.

Wann erschien das erste Buch von John le Carré?

Der erste Roman von John le Carré hieß „Schatten von gestern“ und erschien 1961. Dieser Thriller war der Start der George Smiley-Serie, die 2017 mit „Das Vermächtnis der Spione“ endete.

Wie heißt das neueste Buch von John le Carré:

Sein letztes Buch ist der Spionage-Thriller „Silverview“, ist nicht Teil einer Reihe und erschien posthum 2021.

Worum geht es in den Büchern des Autors?

Bücher von John le CarréJohn le Carré steht für rasante Spionage-Thriller. Der Autor hat tatsächliche historische Ereignisse gern mit seinen Ideen und Erfahrungen verknüpft. Auch das enge Zusammenspiel aus Politik und Wirtschaft wurde für ihn zu einer wichtigen Thematik. Besonderen Erfolg feierte er mit seiner George Smiley-Reihe. Der Hauptprotagonist ist sehr vielschichtig gestaltet. Er zeigt sich als typischer Agent mit all seinen besonderen Eigenschaften, hatte aber auch eine schwierige Vergangenheit, die es ihm nicht immer leicht gemacht hat. Er gilt als unnahbar, geradezu unfähig, eine engere Bindung einzugehen. John le Carré schildert die Tätigkeit seines Agenten dermaßen selbstverständlich, dass der persönliche Erfahrungsschatz des Autors deutlich hervortritt.

Die Art, mit der dieser Autor schreibt, weicht von anderen ab. Seine Satzgefüge wirken anfangs gewöhnungsbedürftig, sind aber bewusst auf diese Weise gebildet worden. Wer sich die Mühe macht, diesen Schreibstil anzunehmen, wird bald entdecken, wie John le Carré auf seine ganz eigene Weise eine enorme Spannung aufbaut. In seiner berühmtesten Spionage-Thriller-Serie um George Smiley überzeugt er mit seiner Auswahl politisch brisanter Themen und den starken Charakteren, die er darin agieren lässt. Für seine Werke erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen.

George Smiley-Reihe in chronologischer Reihenfolge:

1. Schatten von gestern (1961)
2. Ein Mord erster Klasse (1962)
3. Der Spion, der aus der Kälte kam (1963)
4. Krieg im Spiegel (1965)
5. Dame, König, As, Spion (1974)
6. Eine Art Held (1977)
7. Smileys Leute / Agent in eigener Sache (1980)
8. Der heimliche Gefährte (1991)
9. Das Vermächtnis der Spione (2017)

Andere Romane von John le Carré:

Eine kleine Stadt in Deutschland (1968)
Der wachsame Träumer (1971)
Die Libelle (1983)
Ein blendender Spion (1986)
Das Russlandhaus (1989)
Ein guter Soldat (1991)
Der Nachtmanager (1993)
Unser Spiel (1995)
Der Schneider von Panama (1996)
Single & Single (1999)
Der ewige Gärtner (2001)
Absolute Freunde (2003)
Geheime Melodie (2006)
Marionetten (2008)
Verräter wie wir (2010)
Empfindliche Wahrheit (2013)
Der Taubentunnel (2016)
Federball (2019)
Silverview (2021)